Klassische Optionsscheine und Knock-Out-Zertifikate
Knock-Out-Zertifikate
Knock-Out-Zertifikate sind von Banken emittierte Zertifikate mit begrenzter oder unbegrenzter Laufzeit, mit denen mit reduziertem Kapitaleinsatz sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse spekuliert werden kann.
Knock-Out-Zertifikate habe eine große Ähnlichkeit mit „In-the-money“-Optionsscheinen. Der wesentliche Unterschied auch zu CFDs ist jedoch das Knock-out-Kriterium: Fällt (steigt) der Preis des Basiswerts auf eine vorher definierte Knock-out-Schwelle (Basispreis), so verfällt das Zertifikat vorzeitig. Kurz vor Erreichen der Schwelle wird eine Zunahme der Volatilität sehr nachteilig für den Käufer, da es immer wahrscheinlicher wird, dass er ausgenockt wird.

Eine Auswahl der KO-Zertifikate können Sie ebenfalls über Suchmaschinen im Internet vornehmen.
(Quelle: Smart Trading, Deutsche Börse AG) www.smart-trading.com
KO-Zertifikate sind eine spezielle Art der so genannten exotischen Optionen. Während die Preise klassischer Optionen/Optionsscheine mit Standard-Optionspreismodellen berechnet werden können, sind für KO-Zertifikate besondere Modelle notwendig.
Im Gegensatz zu Optionsscheinen kann sich die Handelsposition nach dem Knock-out nicht mehr erholen. KO ist KO. Ein möglicher Nachteil der KO-Zertifikate.
Beispiel: Eine Aktie kostet aktuell 100 Euro. Ein Call-KO-Zertifikat mit Basispreis (hier: Knock-Out Schwelle) von 80 Euro kostet 20 Euro – die Differenz zwischen dem aktuellen Kurs der Aktie und dem Basispreis. Anstelle die Aktie direkt für 100 Euro zu kaufen, setzt man also wie beim Optionsschein nur rund 20 Euro ein. Da der Käufer des Zertifikats 80 Euro spart, werden ihm diese in Form von Finanzierungskosten in Rechnung gestellt. Bei einem Jahr Laufzeit sind dies 80 Euro x 5% = 4 Euro. Das Zertifikat kostet also 24 Euro. Bei endlos laufenden Zertifikaten werden die Finanzierungskosten täglich berechnet und verändern den Basispreis, so dass der Finanzierungsaufschlag praktisch entfällt. Bei dieser Variante fallen Finanzierungskosten genau wie bei CFDs also nur an, wenn die Zertifikate über Nacht gehalten werden. Der Zeitwert ist im Vergleich zu Optionsscheinen aufgrund der Knock-Out-Bedingung generell geringer. Wie bei CFDs und „In-the-money“-Optionsscheinen entsteht durch den geringen Kapitaleinsatz ein Hebel:

Bei einem Kursanstieg wird das KO-Zertifikat nahezu die Kursbewegung des Basiswerts mitmachen. Bei einem Kursrückgang ebenso.
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