Knock-out für Knock-Outs?
Mit einfachen Derivaten unkompliziert in die Welt der Hebel-Geschäfte einsteigen.
In Deutschland kaufen und verkaufen Anleger sogenannte Turbos, Mini-Futures, Knock-Out Produkte aber auch Optionsscheine momentan für mehr als 20 Milliarden im Monat. Dabei sind Kennziffern und Laufzeiten, Basispreise und Knock-Out-Schwellen zu berücksichtigen, um die richtigen Instrumente für die spekulative Anlage herauszufiltern.
Seit rund 2 Jahren haben in Deutschland Anleger nunmehr die Möglichkeit neben diesen Hebelprodukten auch mit außerbörslichen Hebelinstrumenten in einfachster Form auf steigende oder fallende Kurse von Aktien, Indizes, Währungen, Anleihen und Rohstoffen zu setzen.
Mit sogenannten Differenzverträgen bzw. -kontrakten, im Englischen auch Contracts for Difference (CFD) genannt, eröffnet sich ihnen die Welt der Hebelgeschäfte. Die Anleger können mit kleinen Beträgen unkompliziert größere Basiswertpositionen kontrollieren.
Dazu ist es erforderlich, bei einem auf CFD-Geschäfte spezialiserten Broker ein Handelskonto zu eröffnen und auf der zugehörigen Handelsplattform seine Orders kostengünstig zu platzieren. Schon ab € 1.000 können interessierte Investoren Konten eröffnen und danach quasi 24 Stunden alle interessanten Märkte der Welt über den Bildschirm auf den Handelsplattformen traden.
Alle Geschäfte werden grundsätzlich in Bar abgerechnet. Es kommt zu keinerlei Lieferungen des Basiswertes. Der CFD-Vertrag entwickelt sich 1:1 zum Basiswert. Kontraktfälligkeiten oder Fälligkeitstermine wie bei Futures oder Zertifikaten gibt es bei CFDs nicht.
Die Investoren wetten unter Einsatz von Fremdkapital (Leverage) auf die Differenz zwischen dem Eröffnungskurs und dem Kurs, zu dem diese Position wieder geschlossen wird.
Der Anleger muss den Basiswert nicht selbst kaufen und komplett bezahlen, sondern es fällt bei Abschluss des Geschäftes nur eine Sicherheitsleistung (Margin) an, die einen Bruchteil dessen ausmacht, was sonst beispielsweise für einen Aktienkauf in gleicher Größenordnung zu bezahlen wäre. Dies ist vergleichbar mit Future-Geschäften, die von institutionellen Investoren an der Terminbörse Eurex vorgenommen werden. Somit können risikobereite private Investoren mit CFDs ähnlich schnelle Instrumente einsetzen wie die Institutionellen an der Eurex.