CFD Brokerauswahl – Wissen, wo man handelt

Was der Spaß so kostet – Konto, Gebühren, Spreads und Finanzierungskosten

Um bei einem Broker handeln zu können, müssen Sie ein Konto einrichten und die Mindesteinlage einzahlen. Dies geschieht per Überweisung oder in Einzelfällen per Scheck oder Kreditkarte. Als Mindesteinlage setzen CMC Markets, marketindex und IS Trading 1.000 Euro an. Bei der Saxobank kann ein Konto mit mind. 2.000 US-Dollar (ca. 1.450 Euro) eröffnet werden, allerdings kann dann nur der Saxo Minitrader genutzt werden. Für die Nutzung der Vollversion, muss eine Mindesteinlage von 10.000 US-Dollar (ca. 7.250 Euro) erbracht werden. IG Markets setzt keine Mindesteinlage voraus, empfiehlt aber 5.000 Euro.

Für den Handel mit CFDs auf Indizes, Rohstoffe, Anleihen und Währungen fallen meist keine Gebühren (Commissions) pro Trade (Kauf oder Verkauf) an. Bei CFDs auf Aktien unterscheiden sich diese je nach Broker jedoch teils deutlich und bewegen sich zwischen 0,08% bis 0,25% des Anlagevolumens pro Trade, häufig wird eine Mindestgebühr erhoben, die bis zu 20 Euro betragen kann. Es lohnt sich also, etwas genauer hinzusehen.

Die Broker legen die Geld-Briefspanne (Spread) des CFDs fest. Da der angebotene Spread quasi Ihr Startverlust beim Kauf (long) oder Verkauf (short) des CFDs ist, sollten Sie darauf achten, möglichst enge Spreads zu bekommen, umso schneller läuft Ihre Position in die Gewinnzone. Wenn Sie bereits Erfahrungen mit Spreads bei Hebelzertifikaten oder Optionsscheinen haben, werden Sie feststellen, dass diese bei CFDs meist deutlich geringer ausfallen. ABN Amro marketindex bietet aktuell einen Spread von 1 Punkt auf den DAX.

Finanzierungskosten müssen Sie beachten, wenn Sie Übernachtpositionen halten. Basierend auf dem Kapitalmarktzins fallen für Kaufpositionen (long) Kreditkosten mit einem Aufschlag von 2-4% an, bei Verkaufpositionen (short) werden Guthabenzinsen mit einem Abschlag von 2-4% bezahlt. Kosten von CFDs und Berechnungsbeispiele finden Sie im gleichnamigen Artikel im Bereich Trading in diesem Heft.

ABN AMRO marketindex ist einer der wenigen Anbieter, der Guthabenzinsen auf das geführte Konto in Höhe von 1% p.a. bietet.

Insgesamt muss man sagen, dass es aktuell keine feste Gebührenstruktur für den CFD Markt gibt. Da der Markt relativ neu ist, sind auch die einzelnen Gebührenmodelle vergleichsweise intransparent. Sie sind somit gezwungen sich mit dieser Thematik genau auseinanderzusetzen, um die für Sie richtige Entscheidung zu treffen.

Wie sicher ist der Broker

Sie vertrauen Ihr Kapital einem Broker an und handeln auf einer Handelsplattform. Doch was passiert, wenn der Broker zahlungsunfähig wird? Damit ein Broker zum Handel zugelassen wird, muss er gesetzliche Auflagen erfüllen. Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von entsprechenden Regulierungsbehörden (Deutschland-BaFin, GB-FSA) geprüft. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Einlagen gesichert sind und prüfen Sie, in welcher Höhe diese Sicherung erfolgt. Im Zweifel fragen Sie beim Broker nach der Höhe und der Art der Einlagensicherung.

Hands on Trading – die Handelssoftware

Die meisten Broker bieten ihnen an, ein Demokonto zu eröffnen. Dies sollten Sie unbedingt tun, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Zum einen können Sie sofort sehen, wie ernst Sie als potentieller Kunde genommen werden und zum anderen können Sie die Handelssoftware in Ruhe ausprobieren. Sie erhalten einen Zugang/Download zur Software und ein Guthaben auf Ihrem Demokonto. Die Nutzung ist zeitlich begrenzt und bewegt sich zwischen 10 und 30 Tagen. Bei der Softwarebedienung entscheidet letztlich Ihr subjektiver Eindruck. Gefällt Ihnen die Fensteraufteilung, kommen Sie mit der Bedienung klar, wie einfach können Sie einen Trade ausführen, sind Tools wie technische Analyse und News-Feeds enthalten? etc.

Sonstiges

Einige Broker bieten kostenlose Einführungsseminare zum Thema CFDs und zu Ihrer Handelssoftware. Sie erhalten hier einen kostengünstigen Einstieg in das Thema und können sich die Handelssoftware des Anbieters vorstellen lassen. Bestellen Sie sich auch die angebotenen Informationsbroschüren und Newsletter. Einige Broker wie ABN AMRO marketindex bieten eine monatliche Broschüre zum Markt an, die Sie per Post zugesandt bekommen.

Nutzen Sie alle Informationen, die Sie im Vorwege bekommen können, um sich einen eigenen Marktüberblick zu verschaffen. Auf unseren Internetseiten unter www.cfd-journal.de finden Sie neben einer Brokerübersicht regelmäßig aktualisierte Informationen zu CFD Brokern, Brokertests und in Zukunft auch ein Brokerauswahltool, das auf den verschiedenen Gebührenmodellen aufsetzt. In unserem Forum können Sie sich austauschen und erhalten Informationen von anderen Privatanlegern.