Kosten beim Handel mit CFDs
Finanzierungskosten bei einer Long-Position
Wenn Sie CFDs kaufen, zahlen Sie nur eine im Vergleich zum Anlagevolumen geringe Sicherheitsleistung.
Beispiel: Sie kaufen 100 CFDs auf Daimler-Aktien. Die Anlagesumme beträgt 6.000 Euro. Sie hinterlegen jedoch nur 300 Euro. Der Broker, der gegebenenfalls als Gegenposition die Aktien an der Börse kauft, muss demnach 5.700 Euro finanzieren. Tatsächlich sind die 300 Euro nur eine Sicherheitsleistung. De facto müssen die 6.000 Euro finanziert werden.
Die Finanzierungskosten müssen Sie dem Broker ersetzen, sofern Sie die Position über Nacht halten. Im Klartext: Sie müssen die Kreditkosten bezahlen, die sich für jeden Tag ergeben. Als Zinssatz wird hier typischerweise ein unter Banken üblicher Referenzzinsatz – der EURIBOR oder der LIBOR – herangzogen, auf den ein Aufschlag von vielleicht 3-4% p.a. kommt.
Finanzierungskosten bei einer Short-Position
Wenn Sie CFDs verkaufen, tätigt der Broker im Gegenzug einen Leerverkauf an der Börse. Dem Broker
fließt dabei Kapital zu, das zeitweise angelegt werden kann. Im Gegensatz zur Long-Position erhalten Sie in diesem Falle also Zinserträge. Der Zinssatz, der Ihnen gutgeschrieben wird, ergibt sich aus dem EURIBOR-Satz abzüglich des Broker-Aufschlags.
Bei einem EURIBOR-Satz in Höhe von 4% und einem Broker-Aufschlag von 3% p.a. ergibt sich eine tägliche Gutschrift in Höhe von 1% p.a..
Die Formel zur Ermittlung der Übernachtgutschrift ist grundsätzlich identisch mit der Formel für die Ermittlung der Übernachtfinanzierungskosten. Beim Handel mit Währungs-CFDs wird es noch etwas komplizierter, da Sie eine Doppelposition führen. Es wird einen Währung ge- und eine andere verkauft. Für die eine Währung zahlen Sie Finanzierungskosten, für die andere Währung erhalten Sie eine Gutschrift.