Überblick über Orderarten

Garantierte Stop Order

Bei einer garantierten Stop Order garantiert Ihnen der Broker, dass die Stop Order zu dem Triggerlimit ausgeführt wird. Diese Orderform ist typischerweise kostenpflichtig.

Vorteil: Sie können Ihr Risiko pro Geschäft eindeutig kalkulieren. Im Unterschied zu „einfachen“ Stop Orders haben Sie Gewissheit, welchen Preis Sie beim Verkauf erzielen bzw. welchen Preis Sie zu zahlen haben.

Nachteil: Diese Orderform ist kostenpflichtig, da der Broker Ihnen – wie bei einer Versicherung – einen bestimmten Kurs garantiert.

Mit den folgenden beiden Orderarten haben Sie die Möglichkeit, zwei Orders voneinander abhängig zu machen.

If-Done Order

Order, die sofort aktiviert wird, wenn eine erste Order ausgeführt wurde. Beispiel: Sie kaufen 50 CFDs auf Deutsche Bank mit einer If-Done Order. Nach dem Kauf der 50 Aktien wird eine zweite Order aktiviert, die zum Beispiel den Verkauf der 50 CFDs zu einem anderen Preis beinhaltet, z. B. eine Stop Order.

Vorteil: Vereinfacht die Ordererteilung. Sie können die Risikobegrenzung von Anfang an konsequent betreiben.

Nachteil: Je nach Broker eventuell mit Gebühren verbunden.

One-Cancels-Other-Order (OCO)

Beispielsweise erteilen Sie sowohl eine limitierte Stop Order zum Kauf sowie eine Stop Order zum Verkauf. Wird die Verkaufsorder ausgelöst – Sie spekulieren jetzt auf fallende Kurse – so wird die Kauforder gelöscht.

Vorteile: Die Orderart ist vor allem hilfreich, wenn man nicht genau weiß, in welche Richtung ein Basiswert sich bewegen wird. Man weiß nur, dass er sich (heftig) bewegen wird.

Nachteil: Widerspricht dem Grundsatz, dass man eine klare Meinung bezüglich der Marktrichtung haben sollte. Je nach Broker eventuell mit Gebühren verbunden.

Besonders im Börsenhandel finden sich häufig auch die folgenden Orderformen, die auch von Brokern angeboten werden (könnten):

Fill-Or-Kill Order (FOK)

FOK –Orders werden entweder ganz oder gar nicht ausgeführt. Möchten Sie zum Beispiel 50 CFDs zu einem bestimmten Limit kaufen, der Broker verkauft jedoch nur 35 CFDs, so wird die Order komplett gelöscht, da sie nur ausgeführt werden darf, wenn alle 50 CFDs zu dem angegebenen Limit gehandelt werden können.

Vorteil: FOK-Orders bieten einen zusätzlichen Schutz, wenn Sie Teilausführungen von Orders vermeiden wol-len. Dies ist insbesondere im Börsenhandel sinnvoll.

Nachteil: Sollte Ihre Order nicht „gefilled“ werden können, also nicht vollständig sofort ausgeführt werden, so erlischt sie. An einer möglichen Marktpreisbewegung sind Sie dann überhaupt nicht beteiligt.

Immediate-Or-Cancel-Order (IOC)

IOC-Orders werden soweit wie möglich ausgeführt. Nicht ausführbare Teile des Auftrags werden gelöscht.

Beispiel: Sie wollen 100 CFDs zu 71 Euro kaufen. Möglich sind aber nur 80 zu dem angegeben Preis des Brokers. Verbleibende 20 Stück werden nicht gehandelt und die restliche Order gelöscht.

Vorteil: Sie vermeiden generell unübersichtliche Ordererteilungen, d. h. sollten Sie nur IOC oder FOK-Orders erteilen, kann es Ihnen nicht passieren, dass Sie früher erteilte (Limit-) Orders vergessen, die später dann ausgeführt werden.

Nachteil: Weil ein Teil der Order gelöscht wird, ist Ihre Position ggf. nicht so groß wie von Ihnen beabsichtigt. Bei einer für Sie positiven Marktbewegung profitieren Sie nur mit der von Ihnen gehandelten Menge.

Viele Broker bieten Ihnen zusätzliche Beschränkungen bezüglich der Zeit an. Mit anderen Worten: Sie können festlegen, bis wann die Order gültig ist.