Im Interview: Peter Cruddas Gründer CMC Markets
Peter Cruddas, als Sie vor 18 Jahren CMC Markets gründeten, was war Ihr Ziel und haben Sie es erreicht?
Meine Vision war es, Teile des Finanzmarktes, die bis dahin nur den Profis zur Verfügung standen, auch für den Privatanleger zu öffnen. Einen ersten großen Schritt auf diesem Weg gingen wir 1996 mit der weltweit ersten Devisen-Handelsplattform im Internet. Konsequent erweiterten wir dann in den nächsten Jahren unser Angebot um CFDs auf Indizes, Aktien, Anleihen und Rohstoffe. CMC Marktes ist heute die Nummer Eins im Online-Derivatehandel. Wir sind weltweit in 18 Städten mit Büros vertreten, bei uns arbeiten über 800 Menschen und wir bedienen mit unserem Service Kunden aus über 70 Ländern. Im vergangenen Geschäftsjahr hat CMC Markets für seine Kunden über 13 Millionen Transaktionen im Gesamtwert von knapp einer Billion US-Dollar abgewickelt.
2005 sind Sie als erster CFD-Anbieter mit einer eigenen Niederlassung nach Deutschland gekommen? Warum dieser Schritt?
Wir hatten zu dem Zeitpunkt, als wir die Entscheidung trafen, schon viele Kunden aus Deutschland und mir war es wichtig, mit unserem Service dorthin zu gehen, wo unsere Kunden sind. Das enorme Wachstum des deutschen Marktes für Optionsscheine und Zertifikate zeigte uns, dass genug Nachfrage nach solchen Derivaten besteht. Nur fanden wir die Preisbildung der auf diesem Markt angebotenen Produkte für den Anleger schwer nachvollziehbar und die Produkte damit oft auch einfach zu teuer, um mit ihnen effizient handeln zu können. Wir trafen bei unseren deutschen Kunden auf sehr fortgeschrittene Anleger und auf einen sehr regulierten Markt mit guten Rahmenbedingungen. Deshalb lag die Entscheidung, eine Niederlassung in Deutschland zu eröffnen, letztlich auf der Hand.
Warum sind CFDs interessant für den Anleger?
CFDs sind einfach das perfekte Instrument für den aktiven Privatanleger. Er kann mit ihnen weltweit in annähernd allen größeren Märkten und allen größeren Aktien über eine einzige Plattform sowohl long gehen, also auf steigende Kurse setzen, aber auch short gehen, also auf fallende Kurse spekulieren. CFDs besitzen eine hohe Preistransparenz. Der Anleger braucht nur den Kurs des Basiswertes zu kennen, schon weiß er, was sein CFD kostet. Ganz anders als bei den Hebelprodukten. Und in vielen Fällen ist es auch einfach billiger, mit CFDs anstelle der eigentlichen Basiswerte oder auch den entsprechenden Derivaten zu handeln. Ich setze darauf, dass in wenigen Jahren in Deutschland statt Hebelzertifikaten und Optionsscheinen nur noch CFDs gehandelt werden.